2007
Camp 2007
Programm 2007
Kino (Freitag und Samstag)
* Der große Außverkauf
* Lacoma und der Konzern -ein energiepolitisches Gesellschaftsspiel-
* Kleine "G8-Nachschau"
* romper el cerco
* u.a.
Radio-Aktiv!
Nicht erst seit dem G8-Gipfel im Juni diesen Jahres wissen wir, dass die Mainstream-Medien oft Meldungen von Polizei, PolitikerInnen oder großen Nachrichtenagenturen übernehmen, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Wieso dies passiert, ob dies einfach nur Faulheit der JournalistInnen ist, oder ob ein politisches Kalkül dahinter steckt, kann uns letztendlich eigentlich egal sein.
Wir sollten uns als Menschen, die sich gegen den kapitalistischen, nationalistischen, rassistischen etc. Normalzustand engagieren lieber die Frage stellen, was man diesen Medien entgegenstellen kann und wie man es besser machen kann.
Und es gibt viele Arten es besser zu machen: mit eigenen Zeitungen, im Internet, auf Flugblättern, mit Kunst-Aktionen, eigenem Fernsehen...und mit eigenem Radio!
Auch wenn das Radio für manche vielleicht ein etwas antiquiertes Medium darstellt, so ist es doch eine gute Möglichkeit um eigene politische Inhalte zu transportieren und damit viele Menschen zu erreichen.
Wir wollen uns ca. 1,5 - 2 h Zeit nehmen, um Euch die Radiotechnik und ihre Funktionsweise vorzustellen. Dies soll aber nur einen kleinen Teil des Workshops ausmachen. Im zweiten, längeren Teil des Workshops wollen wir gemeinsam ein kurzes Programm zusammenstellen und auf Möglichkeiten eingehen, dieses zu senden.
>>> Radio Clash <<<
Lacoma und der Klimakiller Braunkohle
Der Klimawandel ist in aller Munde, die katastrophalen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sind bekannt und das Thema Braunkohle hat nicht zuletzt durch die geplanten Ausweitungen der Tagebaue an Aktualität gewonnen.
33 weitere Dörfer und dutzende Naturschutzgebiete sollen dem Braunkohletagebau in Brandenburg weichen. An dem Beispiel Lacoma, einer Teichlandschaft bei Cottbus soll kurz über das Thema berichtet werden. Mit Haus- sowie Baumbesetzungen und anderen ungewöhnlichen Aktionen setzen sich dort vor allem junge Leute gegen den Tagebau zur Wehr. Ein Bericht über den !noch nicht entschiedenen! Kampf gegen den übermächtig scheinenden „Global Player“ Vattenfall.
Im Anschluss soll es in einer offenen Diskussion um die Notwendigkeit und die Möglichkeiten des Widerstandes gegen den Konzern gehen, denn auch in Ostsachsen soll wieder gebaggert werden…
Street Art
Die Künstler bedienen sich verschiedenster Medien (Marker, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.), um ihre Bilder zu präsentieren. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, doch auch Stromkästen, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln und andere Stadtmöbel werden oft gestaltet, da das städtische Eigentum weniger schnell gesäubert wird als z. B. ein privater Hauseingang.
Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf anarchistische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten (vergleiche reclaim your city), sowie einen künstlerischen Gegenpol zur allgegenwärtigen Werbung zu schaffen. Für viele spielt wohl auch der egozentrische Hang, seinen (Künstler-)Namen möglichst oft zu verbreiten eine Rolle. Teils wendet sich Streetart inhaltlich gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung oder kann, wie auch Graffiti in der Hip-Hop-Kultur, gestalterischer Ausdruck einer Jugendkultur sein. Die meisten Künstler verzichten jedoch auf eine konkrete Botschaft - „the medium is the message“.Falls du jetzt auch Lust bekommen hast die Straße mal ein bisschen entARTen zu lassen bist du bei diesem Workshop genau richtig. Ob Schablonen, Paste-Up´s, Graffitis oder Tacks, hier kannst du alles mit professioneller Hilfe ausprobieren!
Out of Action: Vortrag über die Gruppe und ihre Arbeit
--Auszug aus dem Selbstverständnis der "Out of Action" Gruppe--
Wir wollen Ressourcen für Menschen schaffen, die in ihrem Kampf gegen Kapitalismus nicht nur physische, sondern auch psychische Wunden davontragen.
In einer Bewegung die eine Neue Welt schaffen will und die sich immer wieder mit Repression und Gewalt konfrontiert sieht ist bis jetzt wenig Auseinandersetzung zu den psychischen Folgen davon passiert. Das wollen wir ändern.
Solidarität heißt nicht nur Kleingeld in Spendendosen für Prozesskosten zu werfen. Solidarität bedeutet uns gegenseitig nicht alleine zu lassen, wenn Repression zu haut. Wer mit psychischen Wunden zu kämpfen hat, kriegt viel zu oft wenig Unterstützung. Betroffene und Umfeld sind überfordert.
Sich mit psychologischen Wunden auseinanderzusetzten hat nichts heldenhaftes. Es ist harte Arbeit, für alle beteiligten. Aber wenn wir aufgeben, dann war die Repression erfolgreich.
Politische Events, wie z.B. Gipfelproteste, sind nicht nur eine gute Möglichkeit um aktiv zu werden, sich zu vernetzen und etwas zu bewegen, sondern können auch zu erhöhtem Stress und einem Anstieg der Repression führen. Ein Ziel dieser Repression ist es, kritische Menschen einzuschüchtern und ihnen ein Gefühl von Ohnmacht gegenüber staatlicher Herrschaft zu vermitteln. Im Zuge dessen können Traumatisierungen entstehen, die manchmal dazu führen, dass sich Menschen aus politischen Zusammenhängen zurückziehen.Wir verstehen unsere Gruppe als einen Teil der Antirepressionsstruktur und des internationalen Activist Trauma Support-Netzwerks.Unser Anliegen ist es, über die vielfältigen und manchmal auch langfristigen psychischen Folgen von Repression zu informieren und damit vorzubeugen.
Es ist an der Zeit, uns darum zu kümmern - nicht alleine, nicht im Privaten, sondern zusammen als solidarische Bewegung!
Buchladen "König Kurt"
König Kurt ist ein kollektiv betriebener Buchladen. Anliegen ist die Verbreitung linker und unterrepräsentierter Literatur; dabei ist uns egal, ob es sich um akademische Abhandlungen, Texte aus der emanzipatorischen Praxis von Menschen aus aller Welt oder Belletristik handelt.
http://projekte.free.de/koenig-kurt/
Videoaktivismus
VideoaktivistInnen versuchen, politische Aktionen und Inhalte mit dem Medium Film darzustellen und zu veröffentlichen, um dem Publikum einen solidarischen Einblick in die politische Bewegung zu ermöglichen, abseits von den üblichen, gewohnten, erwartbaren Formaten der etablierten Massenmedien. Sie begeben sich, soweit es geht, 'in' die Aktion und halten nicht von oben drauf. Durch diese Perspektive sind sie nicht aussenstehend und beobachtend, sondern Teil dessen, was geschieht.
Durch Videoaktivismus soll Einzelpersonen, Gruppen und Strömungen eine Stimme verschafft werden, die sonst nicht beachtet oder aus der öffentlichen Diskussion herausgehalten wird. Geschehnisse werden bewusst von denjenigen Seiten beleuchtet, die sonst im Hintergrund bleiben. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, Diskussionen und Auseinandersetzungen anzustossen oder voranzubringen.
Videoaktivismus ist ein Forum der politischen Praxis innerhalb demokratischer, sozial-emanzipatorischer Bewegungen. VideoaktivistInnen wollen ihr Publikum auch dazu motivieren, selber aktiv zu werden. Die Konsumhaltung des Publikums soll durchbrochen werden.
Die Produktion von Videos ist eine Aktionsform, mit der gesellschaftliche Verhältnisse untersucht, kritisiert und durchschaubar gemacht werden, und mit der Formen von Widerstand propagiert und diskutiert werden.
Innerhalb des Workshops wollen wir euch über rechtliche Hintergründe und technische Details informieren, sowie eine kleine Einführung in die Schnitttechnik geben.
Des Weiteren soll im Verlauf des Faetzig Camps eine kleine Dokumentation über das Camp und seine BesucherInnen entstehen. Dafür suchen wir noch dringend Menschen oder ganze Gruppen die uns mit entsprechender Technik wie Kameras, Mikrofone, Laptops usw. unterstützen, bereits Erfahrung im Umgang mit Videokameras und dem Filmen an sich haben oder einfach ne Menge Ideen und Enthusiasmus mitbringen.
Siebdruck
Der Siebdruck, früher auch als "Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, der Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird (Durchdruckverfahren). An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden.
Auf dem Camp werdet ihr die Möglichkeit haben euch im Drucken auszuprobieren...also einfach vorbeischauen und mal selber machen!
Selbstverteidigungsworkshop
in diesem workshop werden einfache und praktische techniken erlernt die es den anwender/innen erlauben sich schnell und effektiv zu verteidigen. dabei spielen die körperlichen voraussetzungen eine untergeordnete rolle.
es geht dabei nicht um ein "sportliches sich messen", sondern um praxisbezogene anwendungen.
der zeitliche umfang beträgt ca 2x 2,5h
Demotraining und Verhörrollenspiel
Die Verhörenden sind geschult und wissen, was sie wollen ...... doch wie sieht es bei uns aus? Ist es vielleicht doch das ersteVerhör? Anhand von Rollenspielen mit Verhörsituationen sollen Ängstegenommen und u.a. Tricks der Verhörenden erläutert werden.
Außerdem gibt es Tipps und Übungen zum Demoverhalten. So sollen wichtigeDemobasics vermittelt, und Standardsituationen praktisch durchgespieltwerden.
veranstaltet von Rote Hilfe Dresden http://www.rote-hilfe.de/
Kleiner Kletterkurs für BaumbesetzerInnen
Der Name ist Programm!
Vortrag zur Gentechnik
Der Vortrag behandelt insbesondere den Schwerpunkt der sog. "grünen Gentechnik".
Er gibt Einblick in die Gefahren und Risiken einer solchen Technologie und beläuchtet das Vorgehen der großen Saatgut- und Agrobusinesskonzerne.
Außerdem werden Alternativen zu Genfood und mögliche Widerstandsformen gegen die Pläne der Gentech-Konzerne genannt.
Im Anschluss an den Vortrag darf es auch gerne zu Diskusionen kommen.
































